Mobilität & Automotive
Mobilität & Automotive

Fahrzeugprogramme zwischen Transformation und Ergebnisdruck steuern.

Elektrifizierung, softwaredefinierte Fahrzeuge und neue Wettbewerber verändern Produktportfolios und Entwicklungslogiken. Gleichzeitig bleiben Plattformstrategien, industrielle Skalierung, Lieferketten und knappe Engineering-Kapazitäten zentrale Restriktionen.

Die Ausgangslage

Wenn Transformation auf eine hochgradig vernetzte Entwicklungs- und Produktionsstruktur trifft.

Automobilhersteller und Zulieferer verändern Produktportfolios, Technologien und industrielle Strukturen parallel. Elektrische und hybride Antriebe, neue E/E-Architekturen und wachsende Softwareanteile treffen auf bestehende Plattformen, Werke und Liefernetzwerke. Hinzu kommt ein deutlich verschärfter internationaler Wettbewerb. Investitionen in neue Technologien müssen finanziert werden, während Produktionsvolumina und Margen in etablierten Geschäftsbereichen unter Druck stehen.

Was die Branche bewegt
Mehr Antriebs- und Produktvarianten erhöhen den Entscheidungsdruck.
Produktportfolio

Mehr Antriebs- und Produktvarianten erhöhen den Entscheidungsdruck.

Elektrische, hybride und bestehende Fahrzeugarchitekturen werden parallel entwickelt und regional unterschiedlich nachgefragt. Plattform-, Modell- und Derivatentscheidungen greifen damit unmittelbar auf Investitionen, Kapazität und Werksplanung durch.

Die Frage dahinter: Welche Produktprogramme und Derivate werden wann umgesetzt – und welche Abhängigkeiten entstehen im Gesamtportfolio?
Software verändert die etablierte Entwicklungslogik.
Software & Entwicklung

Software verändert die etablierte Entwicklungslogik.

Mechanik und Industrialisierung arbeiten weiterhin stark entlang definierter Reifegrade und Fahrzeugmeilensteine. Software entwickelt sich in deutlich kürzeren Zyklen und gewinnt einen wachsenden Anteil an der Produktdifferenzierung.

Die Frage dahinter: Wie bleiben Hardware, Software, Erprobung und Freigaben auf denselben Fahrzeugstand ausgerichtet?
Der Serienanlauf hängt von einem Netzwerk aus Unternehmen und Werken ab.
Lieferkette & Anlauf

Der Serienanlauf hängt von einem Netzwerk aus Unternehmen und Werken ab.

Lieferanten, Entwicklung, Qualität, Einkauf und Produktion arbeiten auf gemeinsame Fahrzeugstände und SOP-Termine hin. Technische Änderungen oder Verzögerungen bei kritischen Komponenten können mehrere Programmstränge gleichzeitig treffen.

Die Frage dahinter: Welche Abhängigkeiten gefährden Integration, Produktionsreife oder Anlauf – und wo wirken Veränderungen über das einzelne Projekt hinaus?
Planungsrealität in Automotive

Was integrierte Planung in Automotive beherrschen muss.

Produktportfolio, Hardware- und Softwareentwicklung, Reifegrade, Lieferanten und Engineering-Kapazitäten greifen über lange Fahrzeugprogramme ineinander. Fünf Spannungsfelder prägen die Planung besonders.

Plattformen, Baureihen und Derivate werden Jahre im Voraus geplant. Portfolio- und Produktgremien verändern parallel Prämissen, Termine, Varianten und Prioritäten. Der aktuelle Entscheidungsstand entfernt sich dadurch schnell von der ursprünglichen Langfristplanung.

Eine Verschiebung bleibt selten auf ein einzelnes Programm begrenzt. Sie verändert Kapazitätsbedarfe, Investitionen, Werksbelegungen und teilweise auch die Planung angrenzender Baureihen. Gerade bei gemeinsamen Plattformen und Architekturen verstärken sich diese Abhängigkeiten.

Mechanik, E/E und Industrialisierung orientieren sich an Fahrzeugständen, Reifegraden und Freigaben. Software wird in deutlich kürzeren Zyklen entwickelt und kann sich zwischen zwei klassischen Fahrzeugmeilensteinen mehrfach verändern.

Relevant wird das an den Integrationspunkten. Ein bestimmter Softwarestand benötigt eine definierte Hardwarekonfiguration, Testumgebung und Absicherung. Verschiebt sich einer dieser Bausteine, wandert die Auswirkung durch mehrere Entwicklungsstränge – häufig bis in Erprobung und Freigabe.

Ein erreichter Meilenstein bedeutet noch nicht, dass ein Fahrzeug, System oder Bauteil den erforderlichen Reifegrad besitzt. Technischer Entwicklungsstand, Qualitätsnachweise, Lieferantenstatus und Produktionsfähigkeit können deutlich auseinanderliegen.

APQP, PPAP, ASPICE und interne Quality Gates machen diese Unterschiede sichtbar. Kritisch wird es vor allem dort, wo Änderungen bereits bestätigte Reifegrade oder Freigaben erneut infrage stellen. Ein formal grüner Terminplan kann dann ein deutlich zu positives Bild des tatsächlichen Programmstatus vermitteln.

OEMs, Tier-1- und Tier-2-Lieferanten, Entwicklungsdienstleister, Werkzeugbauer und Werke arbeiten mit eigenen Plänen und Verantwortlichkeiten. Für das Gesamtprogramm sind jedoch gemeinsame Deliverables, Übergaben und Reifegrade entscheidend.

Ein verspätetes Werkzeug, eine technische Änderung oder ein Qualitätsproblem kann Integration, Validierung und Produktionshochlauf gleichzeitig betreffen. Die Herausforderung besteht deshalb darin, die wenigen externen Abhängigkeiten sichtbar zu machen, deren Veränderung maßgeblich den Gesamttermin gefährdet.

Fahrzeug-, Plattform- und Technologieprogramme greifen gleichzeitig auf dieselben Engineering-Funktionen, Spezialisten, Prüfstände und Entwicklungspartner zu. Der Ressourcenbedarf verteilt sich dabei nicht gleichmäßig: einzelne Entwicklungsphasen erzeugen erhebliche Peaks.

Dadurch kann jedes Programm für sich plausibel geplant sein und das Gesamtportfolio trotzdem nicht funktionieren. Wird ein SOP vorgezogen oder ein zusätzliches Derivat aufgenommen, entstehen die Auswirkungen häufig Monate später in einer anderen Funktion.

Unser Ansatz

Wir reduzieren Komplexität durch integrierte Planungslösungen.

Wir verbinden tiefes Prozessverständnis in Automotive mit bewährten Industry Best Practices und umfassender Technologiekompetenz. So entstehen Planungslösungen, die Produktportfolio, Entwicklungslogik, Kapazitäten und bestehende Systemlandschaft konsistent zusammenführen.

So standardnah wie möglich. So individuell wie nötig.

Für die Umsetzung setzen wir auf etablierte PPM-Plattformen – passend zu Ihrer individuellen Herausforderung.

Referenzen

Langjährige Erfahrung in Mobilität & Automotive.

Arne Bernstein
Ihr Ansprechpartner für Mobilität & Automotive

Arne Bernstein

CIO / CFO

„Die Transformation der Automobilindustrie bindet enorme Investitionen. Gleichzeitig stehen Kosten und Ergebnis stärker denn je im Fokus. Wir bauen Planungssysteme, die Investitionen, Kapazitäten und Fahrzeugprogramme zusammenführen – damit Entscheider Prioritäten setzen, Mittel gezielt einsetzen und die größten Hebel für Ergebnis und Time-to-Market erkennen können.“